See

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1See [ze:], der; -s, Seen ['ze:ən]:
eine größere Fläche einnehmendes stehendes Gewässer auf dem Festland:
ein kleiner, großer, tiefer See; der See ist zugefroren; der Ort, das Haus liegt direkt am See.
Syn.: Gewässer, Teich, Wasser, Weiher.
Zus.: Baggersee, Bergsee, Gebirgssee, Kratersee, Salzsee, Stausee, Waldsee.
  2See [ze:], die; -:
Meer:
die See ist stürmisch; wir hatten eine ruhige See; auf See sein (mit einem Schiff auf dem Meer unterwegs sein); an die See fahren; zur See fahren (Seemann sein).
Syn.: Ozean.
Zus.: Nordsee, Ostsee, Südsee.

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See
I 〈m. 24
1. große, mit Wasser gefüllte Bodenvertiefung, stehendes Binnengewässer (Binnen\See)
2. künstlich angelegtes, großes Wasserbecken (Stau\See)
● das Wellness-Hotel liegt unmittelbar an einem \See; im \See baden; über den \See rudern
II 〈f. 19
1. Meer
2. große, sich brechende Welle (Sturz\See)
bewegte, ruhige, stürmische \See; grobe, schwere \Seen gingen über Bord Sturzwellen; auf hoher \See auf dem Meer, ohne Land zu sehen; in die offene \See hinausfahren; raue, schwere \See hoher Wellengang ● im Urlaub an die \See fahren, reisen; er ist auf \See geblieben auf dem Meer gestorben, umgekommen; das Schiff geht, sticht in \See fährt aus; Handel zur \See Überseehandel; Kapitän, Leutnant zur \See bei der Marine; zur \See fahren Seemann sein; zur \See gehen Seemann werden
[<mhd. se <ahd. se(o) „Binnensee, Meer“ <got. saiws „Binnensee, Marschland“ <germ. *saiwi-, saiwa-]

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1See , der; -s, Seen [mhd. sē, ahd. sē(o), H. u.]:
größere Ansammlung von Wasser in einer Bodenvertiefung des Festlandes; stehendes Binnengewässer:
ein riesiger, stiller, künstlicher S.;
der S. war zugefroren;
ein Haus am S.;
im S. baden;
über den S. rudern;
Ü der Hund hat einen S. gemacht (fam. verhüll.; hat uriniert);
R still ruht der S. (ugs.; es ereignet sich nichts; nach dem 1871 komponierten Lied des dt. Schriftstellers u. Komponisten Heinrich Pfeil, 1835–1899).
2See , die; -, Seen [schon mniederd. sē]:
1. <o. Pl.>
a) Meer:
eine ruhige S.;
die offene S. (die See in größerer Entfernung von der nächstgelegenen Küste);
bei ruhiger S. (bei geringem Wellengang);
auf S. ([an Bord eines Schiffes] auf dem Meer);
auf hoher S. (weit draußen auf dem Meer);
in S. stechen ( auslaufen 2);
zur S. (Bestandteil mancher Dienstgrade bei der Marine 1 b: Leutnant zur S. [Abk.: z. S.]);
zur S. fahren (auf einem Seeschiff beschäftigt sein, Dienst tun);
zur S. gehen (ugs.; Seemann werden);
b) (Seemannsspr.) Seegang; Wellen; Wellengang:
schwere, raue S.;
wir hatten [eine] heftige S.
2. (Seemannsspr.) [Sturz]welle, Woge:
die -n gingen bis zu sieben Meter hoch;
er wurde von einer überkommenden S. von Bord gespült.

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I
See,
 
1) der, der wassererfüllte Teil einer Hohlform der Landoberfläche (Seebecken), die keine unmittelbare Verbindung zum Meer hat. Neben den natürlichen Seen sind durch den Bau von Talsperren zahlreiche künstliche Seen entstanden (Stausee). Im allgemeinen Sprachgebrauch heißen manche Seen Meere, so das Kaspische Meer (der mit Abstand größte See der Erde), das Tote Meer, aber auch das nur 27 km2 große und bis 3 m tiefe Steinhuder Meer. Kleine, meist künstlich angelegte Seen werden häufig Weiher oder Teich genannt.
 
Die Gesamtoberfläche aller natürlicher Seen wird mit 2,5 Mio. km2 (1,8 % der Landoberfläche) angenommen, das in Süßwasserseen vorhandene Wasser auf 125 000 km3 (0,009 % der Gesamtwassermenge der Erde) geschätzt. Die Wasserzufuhr in die Seen erfolgt durch Flüsse, Gletscher, Grundwasser (wenn nur durch dieses als Grundwassersee bezeichnet) und Niederschläge, die Abgabe des Wassers erfolgt durch oberirdischer, seltener unterirdischer (besonders im Karst) Abfluss sowie durch Verdunstung. In humiden Gebieten werden Seen meist von Flüssen durchströmt, d. h. von ihnen gespeist und entwässert; zum Teil sind Seen nur Flusserweiterungen. In Trockengebieten haben Seen oft keinen Abfluss (Endseen), manche sind Restseen ehemals größerer Wasserflächen mit Meerescharakter, wovon noch Floren- und Faunenelemente zeugen (wie im Kaspischen Meer); wenn sie nur zeitweise Wasser führen, spricht man von periodischen Seen (temporären Seen). Infolge starker Schuttzufuhr verändern solche Seen oft ihre Form, manchmal auch ihre Lage; das bekannteste Beispiel für solch einen »wandernden See« ist der Lop Nur.
 
Die Endseen zeigen meist große Wasserspiegelschwankungen, bei flachen Seen verbunden mit starken Oberflächen- (und Umriss-)Veränderungen. Da sie ihr Wasser (natürlicherweise) ausschließlich durch Verdunstung verlieren, unterliegen sie der Versalzung; an den Ufern kommt es zu verstärkter Salzausscheidung. Wasserspiegelschwankungen können auch anders entstehen, so können sie bei großen Seen durch örtliche Luftdruckänderungen hervorgerufen werden, wodurch stehende oder Schaukelwellen (Seiches) entstehen. Die Höhe der durch Wind gebildeten Wellen erreicht auf dem Genfer See bis 1,7 m, auf den Großen Seen Nordamerikas bis 6 m. Entsprechend werden bei diesen Seen die Ufer durch Wellenschlag und Brandung ähnlich geformt wie die Küsten der Meere, sodass sich auch hier Steilufer mit Kliffen und Strandbildungen aller Art (Strandwälle, Dünen, Nehrungen) bilden können. Häufig findet sich folgender Seeuferquerschnitt: Auf die nur flach geneigte Uferbank (Schaar, am Bodensee: Wysse, am Genfer See: Beine) folgt die steiler abfallende Seehalde, danach der Seeboden.
 
Die Existenz der meisten Seen erstreckt sich nur über eine kurze geologische Periode (Ausnahmen sind manche tektonische Seen, in denen sich daher endemische Arten ausbilden konnten); sie werden durch die Sedimente der einmündenden Flüsse zugeschüttet oder verlanden (meist vom Ufer her) durch die Vegetation, oder sie trocknen wegen ausbleibender Wasserzufuhr aus (Endseen) oder laufen leer (z. B. durch Erosion des ausfließenden Flusses oder infolge tektonischer Vorgänge). Die in Seen abgelagerten Sedimente werden (im Unterschied zu den marinen des Meeres) limnisch oder lakustrisch genannt. Mit dem Wasser der Seen beschäftigt sich die Limnologie, speziell die Seenkunde. Wirtschaftliche Bedeutung haben Seen für die Fischerei und (v. a. die größeren) als Wasserreservoire und zum Teil auch als Rückhaltebecken für Hochwasserfluten (etliche künstliche Seen wurden zu diesem Zweck angelegt) sowie für den Verkehr (Schifffahrt auf dem See) und nicht zuletzt als Stätte der Erholung (Fremdenverkehr). Das Wasser der Seen (bei Stauseen eigens zu diesen Zwecken zurückgehalten) kann zur Trinkwasserversorgung, Bewässerung von Landwirtschaftsflächen, Wasserstandsregulierung von Flüssen und Kanälen sowie über Turbinen (in oder an Talsperren) zur Energiegewinnung genutzt werden.
 
Seentypen:
 
Form, Größe und Tiefe der Seen hängen von der Gestalt und Entstehung der Seebecken (durch Erosion, Akkumulation, Tektonik, Vulkanismus, Karsterscheinungen) ab, sodass sich danach die übliche Einteilung der Seen ergibt. Die meisten Seen gehören zur Gruppe der glazialen Seen (Glazialseen), die sich in Gebieten ehemaliger (Alpenvorlandseen) oder gegenwärtiger Vergletscherungen finden. Wo sie gehäuft auftreten (Seenplatten), bestimmen sie den Landschaftscharakter großer Gebiete (Kanada, Norddeutschland, Russland, Finnland). Sie sind durch glaziale Erosion und/oder Akkumulation entstanden. Entweder wurden sie durch das Eis oder die Moränen aufgestaut (Gletscherseen, Moränenstauseen), oder sie erfüllen von Gletschern ausgeschürfte Hohlformen im Gebirge (Karseen) und im Vorland (Zungenbeckenseen), oder sie sind im Bereich der Grundmoränen entstanden, z. B. in subglazialen Schmelzwasserrinnen (lange, oft perlschnurartig längs eines Flusses angeordnete, schmale Rinnenseen) oder in durch abgeschmolzene Toteisblöcke entstandenen Hohlformen (Sölle). Abdämmungsseen entstehen auch durch Bergstürze, Lavaströme, Schuttkegel von Nebenflüssen sowie durch neu aufgeschüttete Dämme, zum Teil verbunden mit der Abschnürung von Mäanderschlingen, bei Dammflüssen (Dammufersee beziehungsweise Umlaufsee) und allgemein im Anschwemmungsgebiet und im Delta großer Ströme (Schwemmlandsee; z. B. bei Nil, Mississippi, Donau). Zu den Abdämmungsseen gehören auch die Strandseen, die durch vollständige Abschnürung eines Haffs entstehen. Tektonische Seen liegen meist in Bruchzonen der Erde; sie erfüllen dann oft Grabenbrüche (Grabensee) und sind in der Regel tief und lang gestreckt (Tanganjikasee, Malawisee, Baikalsee, Totes Meer) oder liegen Bruchlinien an (Vättersee); mancherorts bewirkten weiträumige Hebungen, zum Teil mit Flussumleitungen, den Rückstau von Flüssen zu Seen (Kiogasee). Auch in weit gespannten Einmuldungen der Erdkruste, v. a. auf Hochebenen, treten Seen auf; sie sind meist groß und flach (Victoriasee). Die Becken solcher Wannenseen können aber auch durch Windabtragung (Deflation 1) entstanden sein. Vulkan. Ursprungs, zum Teil verbunden mit tektonischen Vorgängen, sind die Seen in Kratern und Calderen sowie die Maare. Die in Poljen, Dolinen u. Ä. sich sammelnden Karstseen bestehen zum Teil nur zeitweise. Besonderen Entstehungsbedingungen unterliegen die durch Kalksinterterrassen sich selbst aufstauenden Seen (Band-e Amir; oft in Höhlen).
 
Die chemischen Eigenschaften des Seewassers hängen im Wesentlichen vom Salzgehalt ab; ist dieser sehr groß, wie infolge der hohen Verdunstung bei Endseen der Trockengebiete, so werden diese zu Salzseen (Großer Salzsee, Totes Meer); sie haben mit bis zu über 30 % einen viel höheren Salzgehalt als die Ozeane (im Durchschnitt 3,5 %). Natriumseen (wie der Vansee) besitzen einen hohen Gehalt an Natriumchlorid, -sulfat und -carbonat, Bitterseen enthalten viel Magnesiumsulfat, Boraxseen Borate und Natriumchlorid.
 
Nach dem Nährstoffhaushalt werden eutrophe Seen und oligotrophe Seen unterschieden. Eutrophe Seen sind reich an Nährstoffen (Phytoplankton) und Kalk; sie sind meist flach und besitzen eine breite Uferzone, die reich mit Pflanzen bewachsen ist (am Boden reichert sich Faulschlamm an). Oligotrophe Seen dagegen sind nährstoffarm (bei unterschiedlichem Kalkgehalt); es handelt sich meist um klare, tiefe Seen mit schmaler Uferzone. Infolge der Verschmutzung durch Abwässer haben aber viele ursprünglich oligotrophe Seen eine starke Eutrophierung erfahren.
 
Nach dem Gehalt an Schwebstoffen werden die Seen in Klarwasserseen (mit wenig Trübungssubstanzen) und in dystrophe Seen mit geringer Sichttiefe gegliedert. Letztere zeichnen sich durch Kalkmangel und hohen Gehalt an Humusstoffen aus, die das Wasser bräunlich bis schwärzlich färben (Braunwassersee, Moorsee). Reines Wasser erscheint bläulich; der Gehalt an organischer Substanz lässt es grünlich und gelblich bis bräunlich erscheinen. Selbst bei reinem Wasser überschreitet die Transparenz (geringer als in Meeren) kaum 20-25 m; sie erreicht im Genfer See und Gardasee 21,5 m, im Baikalsee zuweilen bis 40 m Tiefe.
 
Unter den physikalischen Eigenschaften des Seewassers ist die Temperatur von besonderer Bedeutung. Die tägliche Wärmeschwankung, abhängig von Ein- und Ausstrahlung, reicht nur wenige Meter tief. Da Süßwasser seine größte Dichte bei +4 ºC hat (d. h., Wasser mit niedrigerer Temperatur wird wieder leichter), sinkt Wasser dieser Temperatur stets zum Seeboden ab; nach der sich daraus ergebenden Schichtung des Wassers werden die Seen in tropische, temperierte und polare Seen eingeteilt. Bei den tropischen Seen liegt die Temperatur der obersten Schichten auch im Winter über 4 ºC, die wärmeren Schichten liegen daher oben, die kälteren unten (Normalschichtung). Die meisten Seen der mittleren Breiten sind temperierte Seen, bei denen die Temperatur im Winter unter 4 ºC sinkt; entsprechend besteht im Sommer Normalschichtung, im Winter ist es dagegen umgekehrt: Unten liegen weiterhin die schweren Schichten von +4 ºC, darüber dann die kälteren Schichten (bis zur Eisschicht). Da die sommerliche Erwärmung des Wassers nicht gleichmäßig nach unten durchdringt, sich vielmehr die oberen Schichten schneller und mehr erwärmen als die tieferen, kommt es im See irgendwo zu einem Temperatursprung um mehrere Grade. Diese Grenze wird Sprungschicht (Metalimnion) genannt. Die darüber liegende Oberschicht (Epilimnion) mit merklich höherer Temperatur ist im Frühjahr dünner, im Herbst dicker; darunter (im Hypolimnion) nimmt die Temperatur nur noch sehr langsam ab, von 100 m Tiefe ab ist sie - bis auf kleine Schwankungen - fast konstant. Bei den polaren Seen, bei denen die Oberflächentemperatur auch im Sommer 4 ºC nicht übersteigt, ist die Schichtung ständig umgekehrt, d. h., die wärmste Schicht liegt unten (oder es herrscht eine einheitliche Temperatur von +4 ºC; steigt sie an der Oberfläche kurzzeitig etwas darüber, spricht man von subpolaren Seen). Wenn die Oberfläche auf 0 ºC abgekühlt ist, bildet sich eine Eisdecke; bei flachen Seen, wie etwa beim Neusiedler See, kann die Eisbildung sehr rasch erfolgen. Wind verzögert sie, weil durch den Wellengang immer wieder tiefere, wärmere Wasserschichten an die Oberfläche kommen. In Mitteleuropa erreicht die maximale Eisdicke 0,8 m, in Sibirien kommen bis 2,8 m (Baikalsee) vor.
 
 
 
Flüsse u. S. der Erde, Beitrr. v. H. Klapper u. a. (Jena 1980);
 G. Jung: S. werden, S. vergehen (Thun 1990);
 ders.: Seengesch. Entstehung, Geologie, Geomorphologie, Altersfrage, Limnologie, Ökologie (1994);
 
Physics and chemistry of lakes, hg. v. A. Lerman u. a. (Berlin 21995).
 
 2) die, andere Bezeichnung für das Meer, besonders in Eigennamen (z. B. Nordsee, Ostsee) und bestimmten Wendungen, z. B. auf hoher See, Hochsee, Seebeben.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
 
Flüsse und Seen
 
II
See,
 
1) Bezirk im Kanton Sankt Gallen, Schweiz, nördlich des Zürichsees, 122 km2, 42 000 Einwohner; Hauptort ist Uznach.
 
 2) französisch Lac [lak], Bezirk im Kanton Freiburg, Schweiz, am Murtensee, 161 km2, 27 200 Einwohner; Hauptort ist Murten.
 
III
See,
 
Klaus von, Germanist und Skandinavist, * Altendorf an der Oste (Niedersachsen) 10. 8. 1927; wurde 1962 Professor in Frankfurt am Main; See stellte in Auseinandersetzung mit dem romantisch-völkischen Germanenbild die germanische Heldensage, Rechtsüberlieferung und altnordische Literatur in den Kontext des europäischen Mittelalters.
 
Werke: Altnordische Rechtswörter (1964); Deutsche Germanen-Ideologie (1970); Germanische Heldensage (1971); Die Ideen von 1789 und die Ideen von 1914 (1975); Edda, Saga, Skaldendichtung (1981); Mythos und Theologie im skandinavischen Hochmittelalter (1988); Die Göttinger Sieben. Kritik einer Legende (1997).
 
Herausgeber: Neues Handbuch der Literaturwissenschaft (1972 ff.); Europäische Heldendichtung (1978); Die Strindberg-Fehde (1987).

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1See, der; -s, Seen [mhd. sē, ahd. sē(o), H. u.]: größere Ansammlung von Wasser in einer Bodenvertiefung des Festlandes; stehendes Binnengewässer: ein riesiger, großer, tiefer, kleiner, flacher, blauer, klarer, stiller, verträumter, künstlicher S.; der S. war zugefroren; In bleierner Ruhe lag der spiegelglatte S. unter dem weißlichen Himmel (Hartung, Junitag 57); ein Haus am S.; auf einem S. segeln; durch einen S. schwimmen; im S. baden; über den S. schwimmen, fahren, rudern; R still ruht der S. (ugs.; es ereignet sich nichts; nach dem 1871 komponierten Lied des dt. Schriftstellers u. Komponisten Heinrich Pfeil, 1835-1899); Ü der Hund hat einen S. gemacht (fam. verhüll.; hat uriniert).
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2See, die; -, Seen [schon mniederd. sē, die]: 1. <o. Pl.> a) Meer: eine stürmische, ruhige S.; die offene S. (die See in größerer Entfernung von der nächstgelegenen Küste); die S. war sehr bewegt; Die S. dunstete schwach und spiegelte wie Quecksilber (Rehn, Nichts 15); die S. ging hoch (es herrschte starker Seegang); er liebt die S.; eine Stadt, ein Haus an der S.; an die S. fahren; von S. (aus Richtung der offenen See) kommende Schiffe; bei ruhiger S. (bei geringem Wellengang); der Handel zur S. (Seehandel); *auf S. ([an Bord eines Schiffes] auf dem Meer): er ist seit einer Woche auf S.; ein Gewitter auf S.; auf S. bleiben (geh. verhüll.; [als Seemann] auf See umkommen); auf hoher S. (weit draußen auf dem Meer); in S. gehen/stechen (auslaufen 2): unser Schiff ging/stach am 8. Mai wieder in S.; wir gehen/stechen morgen in S.; zur S. (Bestandteil mancher Dienstgrade bei der Marine 1 b; Abk.: z. S.): Leutnant zur S.; zur S. fahren (auf einem Seeschiff beschäftigt sein, Dienst tun); zur S. gehen (ugs.; Seemann werden); b) (Seemannsspr.) Seegang; Wellen; Wellengang: schwere, raue, kabbelige, achterliche S.; Ganz schöne S., sagte er (Hausmann, Abel 67); Es herrschte immer noch grobe S. (Ott, Haie 113); durch den Sturm hatte sich eine hohe S. aufgebaut; die S. ging lang (die Wellen waren lang); wir hatten [eine] heftige S.; er weiß genau, wie sich das Boot in der See verhält; das Boot war in der kurzen S. (bei den kurzen Wellen) kaum zu bändigen. 2. (Seemannsspr.) [Sturz]welle, Woge: eine S. nach der anderen ging, schlug über das Schiff; die -n gingen bis zu sieben Meter hoch; In stumpfweißen Bächen lief die S. vom Geschütz, vom Vorschiff, dann achtern ab (Grass, Katz 68); das Schiff nahm haushohe -n über; er wurde von einer überkommenden S. von Bord gespült.

Universal-Lexikon. 2012.

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